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03.01.2012 | Anja Steinmann | Wildwechsel

16. November bis 15. Dezember 2011

Immer wieder geht es Anja Steinmann um das Bauen, um die Baustelle als Sujet. Doch ihre Bilder gehen weit über die reine Dokumentation hinaus. Sie beherrscht die Kunst, den Blick des Betrachters auf die verborgene Schönheit mancher Bauzustände zu lenken, sie der Vergänglichkeit zu entreißen. Ihr Blick ist der eines Schatzsuchers. Wo andere nur flatternde Folien, Zementsäcke, Kieshaufen, Kabelgewirr und Gerüste, also eigentlich nur Dreck und Chaos sehen, findet sie einen reichen Schatz an Bildern. Die Fotos dieser Ausstellung entstanden auf der Baustelle der Thier-Galerie in Dortmund. Anja Steinmann war vom Abriss der Thier-Brauerei bis hin zum Bau des Shopping-Centers dabei. In großformatigen Panoramen führt sie vor, was den meisten – seien sie beteiligt oder nur Zaungäste – auf einer Baustelle verborgen bleibt.

14.11.2011 | FELD | Extracts of Local Distance

 19. Oktober bis 11. November 2011

Das Studio FELD (Frederic Gmeiner, Martin Luge, Benjamin Maus und Torsten Posselt) versteht sich als Schnittstelle zwischen Kunst, Gestaltung und Technologie. So lassen sich unterschiedliche Fähigkeiten in gemeinsamen, interdisziplinären Arbeiten vereinen. In »Extracts of Local Distance« werden Architekturfotografien auf ihre ästhetischen und geometrisch-räumlichen Eigenschaften wie Perspektive, Fluchtpunkte und Formen hin analysiert, in ihre Bestandteile zerlegt, nach Form, Inhalt und ihrer ursprünglichen, räumlichen Position kategorisiert und gespeichert. Aus der so erzeugten Sammlung architektonischer Versatzstücke und Koordinaten werden Collagen geschaffen, die ungewohnte Optionen für die Raumwahrnehmung und -gestaltung bieten. Das Projekt wurde bereits auf Ausstellungen in Helsinki, Lissabon, Berlin und Tokyo gezeigt. Die von Daniel Fuchs eigens für die Galerie f75 kuratierte Ausstellung gibt einen kleinen Einblick in das Projekt und beschäftigt sich vornehmlich mit Bauten des Architekten Richard Meier. Die den Arbeiten zugrunde liegenden Fotos stammen von Klaus Frahm, Hamburg und Roland Halbe, Stuttgart.

20.10.2011 | Claudio Zanon | Autostrade



Ausstellung vom 14. September bis 14. Oktober 2011

Claudio Zanon, 1961 in Venedig geboren, wohnt in Mirano, Italien. Arbeitet in der Informationstechnologie. Seit über zwei Jahrzehnten leidenschaftlicher Fotograf. 1999 Fotografien für die Publikation »Guide to the Botanical Garden of Padua«. 2005 Anerkennung beim architekturbild »Arbeitsplätze«.

25.07.2011 | Maximilian Meisse | Tempelhof

Ausstellung vom 8. Juni bis 15. Juli 2011

Die Fotos der Ausstellung wurden in den Jahren 2006-2008, kurz vor der endgültigen Schließung des Flughafens Tempelhof aufgenommen. Mit kühl distanziertem und doch einfühlsamem Blick hat Maximilian Meisse ein wichtiges Kapitel der Zeit- und Architekturgeschichte in beeindruckenden Großfotos festgehalten. Sich selbst bezeichnet er in aller Bescheidenheit als einen »Sammler von Orten«. Hätte er tatsächlich nur gesammelt, wäre wohl kaum eine derart überzeugende, authentische Fotoserie daraus entstanden. 2008 ist im Ernst Wasmuth Verlag das dazu gehörige Buch gleichen Titels erschienen (ISBN 978-3803006974). Ausgestellt waren zum Teil großformatige Bilder (1,20 x 2 Meter), die auch die sonst unzugänglichen Innenräume zeigen.
Maximilian Meisse wurde 1969 in Kassel geboren, er lebt und arbeitet in Berlin. Architekturstudium in Stuttgart und Zürich. Fotografische Arbeiten seit 1996. Wichtige Projekte: Schultheiss-Brauerei, Venedig privat, Ponza, Fernweh, Tempelhof, Fremde Heimat, Hamburg Süd, Museumsinsel Berlin. Viele Ausstellungen und Publikationen.

05.06.2011 | Daniela Finke | Waking Nights

Ausstellung vom 24. April bis 3. Juni 2011

In Texten über Daniela Finkes Arbeiten ist oft von Verfremdung die Rede. Welch ein Irrtum. Sie verfremdet nicht, sie vereinfacht. Und dadurch lenkt sie den Blick auf das Wesentliche, auf den Kern der Dinge. Ihre Bilder zeigen, was man - mit fast geschlossenen Augen – blinzelnd erblickt. All das, was ablenken könnte, wird auf diese Weise eliminiert. Es klingt paradox, aber sie schärft den Blick durch Unschärfe. Und zeigt die grelle Buntheit nächtlicher Neon-Welten nicht durch möglichst viele Farben, sondern durch Reduzierung der Farbigkeit, durch Konzentration auf wenige Farbfelder. So gelingt es ihr, aus ganz Individuellem das Archetypische herauszulösen - auf der Grenzlinie zwischen Fotografie, Werbegrafik und Kunst.
Daniela Finke ist 1958 in Hannover geboren. Sie hat Kunstgeschichte, Theaterwissenschaften und Germanistik studiert, hat als Regieassistentin, freie Mediaberaterin und als Dozentin für Kommunikationsmanagement gearbeitet. Seit 2000 künstlerische Fotografie. Viele Ausstellungen und zahlreiche Fotografiepreise, u.a. architekturbild 2005, erster Preis.

 

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